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Pressestimmen zur ersten Auflage (2002)
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Anmerkungen & Errata

Alle Korrekturen wurden überprüft, kursiv setzen wir den Namen des aufmerksamen Lesers sowie dessen wörtliche Zitate.
Seite 33 Bei der Übersetzung von „On the Edge“ (als „Volkscomputer“ 2010 bei Gameplan) fiel uns Brian Bagnalls Passage zur japanischen PC-Frühzeit auf: Der dort erwähnte NEC TK 80 erscheint schon 1976 und ist technische Grundlage der im Gameplan-Kapitel aufgeführten NEC-PCs. Das Rechner-Kit geht dem PC-8001 ähnlich voran, wie im Westen der KIM-1 dem Commodore PET 2001, besitzt eine achtstellige LED-Anzeige (KIM: sechs LEDs) und ein 25-Tasten-Feld (KIM: 23). Mit TV-Modulator, Tastatur und Gehäuse vermarktet NEC den TK 80 ab 1978 als BASIC-Rechner Compo BS/80, der mit einem (physischen) Schlüssel gestartet wird – eine schön pragmatische Jugendschutz-Lösung, wie wir meinen. Dass bereits auf NECs Ur-Heimcomputern gespielt wird, zeigt eine japanische Fan-Page.
Seiten 46 und 47 (Errata) Dr. Jürgen Clausen fielen die unterschiedlichen Angaben zur Menge der VC-20-Spiele bzw. -Software auf. Gameplan zählt im Info-Kasten alle professionell vermarkteten Spiele (siehe Erläuterungen, S.6), während der Text von Programmen spricht und Education-Module & Co. explizit dazu zählt. Zumindest die zweite der Gameplan-Zahlen ist bedenklich. "Fast 200" wäre für alle Module (inklusive Lernprogramme) korrekt, aber nicht im Kontext von S.47, erster Absatz. Hier trifft's "weit über 100" eher. Die Zahl aller Spiele im Kasten wiederum ist zu gering: Die „knapp 250“, die Gameplan in der Originalausgabe (2002) nennt, passen besser.
Seite 47 (Layout-Fehler) Daran, dass Gameplan nicht zu jedem Pixel am oberen Seitenrand den Namen des Spiels verrät, haben sich die Leser gewöhnt, betrachten die Pixel als Ornament und als Herausforderung ans eigene Game-Gedächtnis. Ärgerlich ist jedoch das Fehlen der Pixel selbst auf der VC-20-Seite: Die Schwarzen Reiter des englischen Spiels Shadowfax sind beim Ritt von der dritten in die 4. Auflage verschwunden. Hier das korrekte Dachbalken-Layout.
Seite 83 Sebastian Sponsel vermisst drei Master-System-Varianten von Tectoy: In Brasilien erschienen das "Master System III" sowie, kabellos, "Master System RF" und "Master System Girl" in Pink. Daniel Horvath verwirft unsere Erklärung, diese Lizenz-Nachbauten seien keine programmierbaren Konsolen. Er korrigiert: Master System Girl und Super Compact (alias RF) besitzen nicht nur vorinstallierte Spiele wie andere Tectoy-Geräte, sondern auch einen Modulschacht. Daniel liefert ein Foto des Girl-Master-Systems und schreibt: Ich denke, dass TecToy-Varianten ins Buch einbezogen werden sollten - es sind nicht nur regionale Varianten, sondern die einzigen, ab Mitte der 90er-Jahre noch erhältlichen offiziellen Master Systeme. Er verweist auf Sega-Spiele, die dank Tectoy nur in Brasilien erschienen wie "Sonic Blast", "Virtua Fighter Animation", "Fire & Ice", "Mortal Kombat 3", "Woody Woodpecker", "Legend of Illusion", "Mickey's Ultimate Challenge", "FIFA", "X-Men" … Die meisten dieser Spät-Master-System-Spiele identifiziert Gameplan als Game-Gear-Umsetzungen, die zu spät für andere Märkte und deshalb nur noch in den südamerikanischen Handel kamen. Interessant für Game-Historiker sind "Dynamite Headdy" (im Original von Treasure, konvertiert vom japanischen Software-Haus Minato Giken), "Battlemaniacs" von Rare sowie "Street Fighter II", das offensichtlich in Japan umgesetzt wurde und über den US-Automaten-Hersteller Romstar (bzw. dessen Tochter Romstar do Brasil) an TecToy kam.
Seite 92 (Errata) In der dritten Zeile stimmt das „mit allen“ nicht: Korrekt ist „mit den meisten“.
Seite 98 (Update) Dr. Clausen bedauerte das Fehlen eines Info-Kastens im PC-Kapitel. Den spart sich Gameplan seit der Erstausgabe, weil sich die Plattform im Gegensatz zu anderen kaum eingrenzen lässt. Da sich Gameplans vergriffene „Encyclopedia of Game.Machines“ auf S. 98 jedoch einen Kasten leistet, sei er hiermit für deutsche Leser nachgeliefert.:
Verkaufte Geräte:50 Millionen
Spiele:3000
Spiele auf:Diskette
Entwicklung bis:1992
****+
Seite 127 Sebastian Sponsel von www.sega-16.com vermisst die Mega-Drive-Varianten, die Spielzeughersteller Tectoy für Brasilien baut und von denen z.B. das „Mega Drive Portable“ in geringer Stückzahl auch in den deutschen Handel kam. Da diese Geräte keine programmierbaren Konsolen sind, das Buch jedoch nur Hardware berücksichtigt, deren Spiele sich austauschen lassen, keine „dedicated“ oder vor-programmierten Geräte, finden sich die abgespeckten Varianten des Mega Drives mit Onboard-Roms nicht im „Varianten und Nachfolger“-Kasten.
Seite 131 (Update)

Der Game Boy Light ist die seltenste Handheld-Variante von Nintendo. Domenico Caruso verweist darauf, dass nach Metallic-Gold und -Silber zwei limitierte Farbfassungen in Japan ausgeliefert wurden: In rotem Transparenz-Gehäuse (clear red) und bedruckt mit Kimba, Astro Boy & Co. wird der „Tezuka Osamu World Shop Game Boy Light“ (alias „Tezuka Osamu Astro Boy...“) zwischen 12. Juli und 27. September 1998 für 7500 Yen im Osamu-Geschäft in Akihabara, Tokio verkauft.

Nur kurz ist auch das gelbe „Pokemon Center Tokyo.“-Modell zu haben, die genaue Auflage nicht bekannt. Thomas Denk (www.gamecollectorsparadise.de) bestätigt beide Varianten und fügt hinzu: So weit mir bekannt, gibt es sieben Versionen des Game Boy Light: Gold, Silber, clear yellow, clear red Tetsuka Osamu, clear white Tetsuka Astroboy, die gelbe Pokemon Version sowie die Famitsu 500 Edition. Die letzteren bekam Gameplan noch nicht zu Gesicht.

Seite 169 (Update) An der Formulierung „eventuelle Veröffentlichung in Europa“ stört sich Thomas Holzer. Er verweist darauf, daß die erste Game.Com-Fassung 1997 zumindest in England vermarktet wurde. Neben „Lights Out“- und „Wheel of Fortune“ lag dem Handheld eine Entschuldigung sowie ein Anforderungsformular bei, für ein späteres, kostenloses „Batman and Robin“-Modul.
Seite 183 (Errata) Bernhard Springer fiel auf, dass wir uns mit der „Dragon Quest X“-Nennung im letzten Absatz des Kapitels (und somit auch im Spiele-Index, S.236) um zwei Ziffern vertaten – für die Playstation2 erschien natürlich der achte, nicht zehnte Teil.
Seite 201 (Errata) Missverständlich ist unsere Erläuterung zum schrittweisen Verschwinden der Game-Boy-Kompatibilität. Im Varianten-Kasten spricht Gameplan dem DS Lite „die Kompatibilität zu alten Game-Boy-Modulen“ ab. Das ist richtig, doch fehlt bereits dem ersten DS ein Schacht, in den nicht nur Advance- sondern auch Game-Boy- und GB-Color-Module passen. Dementsprechend stände auch im DSi-Absatz besser „...Game-Boy-Advance-Schacht“ bzw. in der Bildunterschrift Mitte der linken Seite „...Game-Boy-Advance-Module“
Seite 201 (Update) Sonderausgaben des DSi bringen Capcom (Gyakuten Kenji, weiß mit Taihokun-Wappen) sowie zweimal Square: Anfang 2009 mit dem „Final Fantasy Crystal Chronicles: Echoes of Time“-DSi (weiß mit Logo) sowie September 2009 im Bundle mit der Rollenspiel-Neuauflage „Saga 2“ ein dunkles Gerät mit schwarzem Logo und Gold-Ornament. Das Originalspiel für Game Boy war im Westen als Final Fantasy Legend II bekannt. Weltweit setzt Nintendo bis Ende Oktober 2009 113 Millionen DS-Geräte ab, bevor am 31. November in Japan mit dem „Nintendo DSi LL“ die jüngste Version des Handhelds erscheint, mit auf 4,2 Zoll gewachsenen LCDs, größerem Gehäuse (161 x 21,2 x 91,4 mm) und um gut ein Viertel höherem Gewicht (314 g). Neben dem normalen Stylus ist ein zweiter, dickerer Stift beigelegt. Die LL-Fassung richtet sich an ältere Hände und Augen, hat ein Wörterbuch und zwei Gehirn-Trainer im ROM und startet in drei Gehäusefarben: WineRed, DarkBrown, NaturalWhite. Es kostet 20,000 Yen und erscheint Anfang 2010 als „Nintendo DS XL“ in Europa.
Seite 203 (Update) Nach den genannten Gehäusefarben erscheint die PSP-3000 Mitte 2009 in Vibrant Blue mit „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ und – als exklusives USA-Bundle - im „Hannah Montana“-Lila. Die letzte Klammer im Varianten-Kasten lässt sich ersatzlos streichen: Auch in Japan erscheint die PSP-3000 nicht Ceramic, sondern Pearl White.
Seite 207 (Update) Ab Oktober 2009 gibt's Xbox360-Konsolen mit 250 GB HDD, mehr als das Doppelte des bisherigen HDD-Maximums. Die dunklen Geräte starten limitiert im „Forza Motorsport 3 Super Elite Bundle“ sowie - mit bedrohlichem Taskforce-Aufdruck – in Activisions „Modern Warfare 2“-Bundle, jeweils mit kabellosen Pads und Headset.
Seite 209 (Update) Knapp zwei Jahre nach der Start der hellen Konsole erscheinen technisch und preislich unveränderte Wiis mit schwarzem Gehäuse: Ab 1. August in Japan, Anfang November in GB, Ende November auf anderen europäischen Märkten. Schwarzes Zubehör und zwei „Wii Sports“-Spiele liegen bei. Ende Oktober 2009 sind weltweit 56 Millionen Wii-Konsolen abgesetzt.
Seite 211 (Update) Mit der Veröffentlichung der verkleinerten Variante CECH-2000, die matt (charcoal black), nicht Piano-lackiert ist, beendet Sony im September 2009 die Produktion aller alten Modelle. Dem geschrumpften und auf 3,2 kg erleichtertem Gerät mit 120 GB HD fehlen Flashcard-Schacht und SA-CD-Kompatibilität, dafür versteht es sich optimal mit Sonys Bravia-Bildschirmen. Verbrauch, Wärme- und Geräuschabgabe wurden leicht reduziert. Ab Oktober taucht die CECH-20xx mit 250-GB-Festplatte auf.
Seite 216 Dr. Clausen fragt nach der Angabe „HK“ als Geburtsort der jüngsten Konsolen von VTech. Wir geben ihm recht: Zur Verständlichkeit wäre ein ausgeschriebenes „Hongkong“ an dieser Stelle besser.
Seite 218 (Layout-Fehler) Um eine Spalte verrutscht sind die letzten vier Zeilen der Tabelle, ab dem Texas-Instruments-Eintrag. Dessen letzte Felder sind somit leer, während in der abschließenden Amstrad-Spalte am Ende zwei Einträge stehen. Das korrekte Layout der letzten Tabellen-Zeilen reichen wir hier nach und empfehlen den Ausdruck.
Seite 220 (Errata & Update)

Ein Vierteljahrhundert nach Ende der Arcadia/HMG2650-Familie grübeln Chip-Archäologen über offene Fragen. Zuletzt nahm Michael Kuhnert mit dem Mr. Altus Telegehirn einen Klon des Arcadia auseinander, verglich ihn mit Schaltplan und Verwandten und studierte die Datenblätter der Signetics-Chips. In allen Geräte fand Michael die gleiche CPU (2650A) und maß eine Taktfrequenz von 0,89 Mhz. Weithin werden jedoch 3,58 MHz angenommen und -gegeben. Laut Schaltplan wird der Takt von 3,58 MHz in den 2621 eingespeist (Pin 12), der daraus den Takt für den Video-Chip 2637 (3,58 MHz, Pin 11) ableitet und durch Teilung durch 4 den CPU-Takt generiert (0,892 MHz an Pin 10). Mr. Altus benützt einen 4,43-MHz-Quarz, um 3,58 MHz zu erzeugen, das Schmid TVG arbeitet wohl direkt mit einem 3,58 MHz Quarz.

Wenn 0,89 statt 3,58 MHz ins betreffende Tabellen-Feld gehören, bleibt die Frage warum die HMG- und TVG-Spiele den Modulen für das alte Interton VC4000 so stark überlegen wirken, zudem sich auch die Grafikdaten gleichen. Michael dazu: Zusammengefasst ist vor allem der Hintergrund sehr unflexibel darzustellen: Das Interton bietet nur eine Aufteilung in einzelne Bildbereiche, deren Elemente nicht einmal unabhängig voneinander programmiert werden können. Sprites sind einfarbig. Beim Arcadia dagegen hat man den Zeichensatz und vor allem die programmierbaren Zeichen für den Hintergrund.

Die Arcadia- bzw. HMG-Auflösung beträgt 128x104 bzw. im Highres-Modus 128x208 Pixel (nicht 262x192 wie in der Tabelle).

Diskutiert wird gegenwärtig noch, ob die von Signetics genannten internen „64 Byte + character buffer“ des Grafikchips 2637 in der Zeile VideoRAM der Tabelle gehören oder nicht da dieses RAM nur für programmierbaren Zeichensatz bzw. Sprites verwendet wird und mit dem Bildaufbau nichts zu schaffen hat.

Dank Michael verbessert bzw. ergänzen wir die beiden Angabe zur Kanalmodulation des HMG 2560: Tonhöhe 7 Bit, Lautstärke 3 Bit. Soundkanäle gibt es einen, zusammengebaut aus "Fixed Frequency Control", " Random Noise Control" und "Loudnesscontrol". Während Michael jeweils PSG 1 und Rausch 1 in der Tabelle vorschlägt, schreibt Gameplan nur eine 1 bei PSG, damit eine Addition der Kanäle der Tabellenspalte nicht auf die falsche Zahl 2 kommt.

Seite 221 (Errata) Falsch sind zwei Ziffern in der Zeile Grafik-Auflösung der Mega-Drive-Spalte; die vertikale Auflösung ist nicht 244 Zeilen sondern 224 (NTSC) bzw. 240 (PAL). In diesem Zusammenhang erinnert Stefan Albertshofer, dass der 2-Spieler-Modus von „Sonic 2“ im Interlace-Modus mit doppelter horizontaler Auflösung läuft und verweist auf die Untersuchung von Julian Eggebrecht in Video Games 10/1994. Julian gibt die Auflösung des Flacker-Modus mit 512x448 Bildpunkten an, was eine Verdoppelung zu viel ist: Die Auflösung des Sonic-2-Splitscreens ist interlaced 320x448 bzw. 320x480.
Seite 221 (Errata) Sebastian Sponsel bemerkte, dass wir unter Mega Drive ein Zubehörstück vergaßen und korrigiert: Fürs Mega Drive gab es den so genannten "Sega Menacer". Korrekt: Die Knarre unterstützen das mitgelieferte 6-Spiele-Modul sowie US-Automatenumsetzungen wie T2, „Revolution X“ und „Mad Dog McCree“, aber auch das Hideo-Kojima-CD-Frühwerk „Snatcher“. In das entsprechende Tabellenfeld der „Light Gun“-Spalte gehört somit ein „ja“.
Seite 224 (Errata) Die Sprite-Angabe zur NEC PC-Engine Duo ist nicht korrekt: Statt „16x16“ muss der Inhalt der Klammer (Größe eines Sprites) lauten: 16x16~32x64
Seite 225 (Update) Zur Sega-Saturn-Spalte zückt Stefan Albertshofer einen Artikel der Fachzeitschrift Man!ac. Da der „Next Generation Report“ in Man!ac 8/95 vom späteren Gameplan-Herausgeber Winnie Forster recherchiert und geschrieben wurde, beeilen wir uns Albert Recht zu geben und unsere Chip-Aufzählung zu ergänzen: Neben den genannten enthält die Saturn-Konsole an zentraler Stelle die „System Control Unit“. Die SCU verbindet die vielen Komponenten der komplizierten Architektur, kommuniziert über 32-Bit-BUS mit der Doppel-SH2-CPU und ist mit 14 Mhz getaktet. Sie enthält den DMA-Controller und einen 28-Mhz-DSP, der zur Geometrie-Berechnung taugt.
Seite 230 (Update) Der Speicher des Nintendo DS ist extern um 8 M erweiterbar. Nintendos Memory Expansion Pak wird speziell für den DS-Browser geliefert und nur von diesem, nicht von Spielen unterstützt. Ins DSi, das serienmäßig 16 M RAM besitzt, passt das Speichermodul nicht.
Seite 240 (Update) Zu den japanischen „Spielkonsolen und Heimcomputer“-Quellen gehört seit jeher der vorzügliche Perfect Game Boy Reader, Recruit, 1998. Das 200-Seiten-Mook wurde in der Literaturangabe aller Auflagen vergessen – sorry!
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Stand: 01.12.2009